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Off-Day in Queenstown

Die beste Zeit im Leben ist doch immer die Zeit, wo man machen kann was man möchte. Ja schon klar – es hängt vom Budget und vom Ort ab was man machen kann. Trotzdem ist es die beste Zeit. Mein erster Off-Day kam irgendwie zu schnell, denn ich wusste noch gar nicht so recht was ich machen wollte und erleben wollte.
Vanessa’s Abreise stand bevor und daher wollte sie gerne noch einmal in die Stadt. Mir war es Recht. So konnte ich endlich Queenstown sehen und ein bisschen erkunden. Wie bereits erwähnt waren wir Eis essen bei Patagonia.

Patagonia Außenaufnahme vom Laden Tolle Eisauswahl bei Patagonia Erstes Eis von Patagonia

Meine erster Gaumenschmauss in Queenstown. Ihr dürft die Sorten vorher probieren, wenn ihr euch nicht entscheiden könnt. Köstlich. Weiße Schokolade mit Haselnuss und Fruchteis. Beides schmeichelte meinen Geschmacksknospen und zauberte mir ein breites Lächeln ins Gesicht. Die Portionen sind viel größer als normale Kugeln bei uns und daher preislich absolut in Ordnung. Geschmacklich so gut, dass sich sowieso jeder Cent bezahlt macht. Übrigens war mein Eis noch größer als Vanessa’s weil der Verkäufer mich anscheinend ganz sympathisch fand.

Noch immer pappsatt ging es zum The Bead Shop. Vanessa wollte ihrer Familie etwas selbstgemachtes mitbringen. Wer hätte gedacht, dass wir dort mehrere Stunden verbringen würden? Wir wurden mit Chips und Schokolade versorgt, weil wir so viel Zeit im Laden verbracht haben. Ein liebevoll eingerichteter kleiner Schmuckladen mit handgefertigten Schmuckstücken und der Möglichkeit Ohrringe, Ketten, Anhänger oder Armbänder selber zu basteln. Wer also gerne etwas mit Liebe selber herstellen möchte mit Materialien aus Neuseeland sollte diesen Shop besuchen. Liebe Verkäufer_innen und eine tolle Atmosphäre. Eine große Auswahl an Perlen, Steinen und allem was das Herz begehrt für tollen Schmuck.

Bettag. Einfach nur im Bett liegen und entspannen

Wie anders zu erwarten musste der nächste Off-Tag ein „Bett-tag“ werden. Einfach die Seele baumeln lassen, sich nicht zu viele Gedanken machen und ein bisschen zur Ruhe kommen. Die ganzen Eindrücke der ersten Zeit ein wenig verarbeiten tut ganz gut und ist einfach ein Muss. Man kann nicht immer nur viel erleben und sich nie eine Pause gönnen. Wie soll man das Leben und die tollen Erlebnisse genießen, wenn es in Stress ausartet?
Der Bettag war für mich Erholung und Ruhe. Ein toller Tag trotz dessen, dass ich nicht auf „Tour“ war.

Aber ihr kennt mich – jeden Off-Tag nur Entspannung geht auf keinen Fall. Dann würde ich das Gefühl bekommen ich verschenke meine freie Zeit und nutze sie nicht. Maylie, ein Kollegin aus Frankreich, hatte mit mir frei. Wir beschlossen den Tag für ein wenig Adrenalin und Spaß zu nutzen. Wir riefen morgens bei Skippers Canyon Jet Tour an und buchten unsere Tour um 12. Genug Zeit um sich auf die erste Fahrt vorzubereiten und nach Queenstown zu fahren. Wir wurden mit einem kleinen Bus abgeholt. Unsere 3 Stunden ging los. Eine beeindruckende Fahrt zum Skipper Canyon stand bevor. Die ersten Kilometer waren noch „normal“. Eine einfache Straße, aber eine tolle Landschaft. Weinfelder und bunte Bäume, denn hier in Neuseeland ist bereits der Herbst angebrochen.

Schotterstraße zum Skipper Canyon Skipper Canyon Berglandschaft der Weg zur Jetboat Tour

Die wirklich beeindruckende und fesselnde Fahrt war die einspurige Schotterstraße durch den Skipper Canyon. Ein wenig Angst blieb trotz der Aussicht. Ich hatte schließlich gar keine Gewalt über die Fahrt und musste dem Fahrer vertrauen, dass er uns heil ans Ziel bringt. Wenn neben dir ein tiefer Abgrund ist und du rückwärts fährst, dann braucht man eine Menge vertrauen in den Fahrer.

Skipper Canyon Skipper Canyon Road Graue Wälder im Skipper Canyon
Die Berge sind in diesem Canyon rau und wild. Wälder sieht man kaum und wenn sind die meisten Bäume gräulich. Ich frage mich bis heute ob die Bäume Tod sind oder es eine besondere Neuseeländische Baumart ist. Ich klebte die meiste Zeit der Tour am Fenster und konnte mich nicht sattsehen. Aufgrund der Sonne konnte ich aber leider nicht ständig fotografieren. Die Sonne spiegelte mich im Glas und zerstörte die imposanten Ansichten.
Angekommen bekamen wir ein paar Hinweise zum Verhalten im Jetboat und los ging die Tour. Pures Andrenalin durchfuhr meine Nerven als der Motor des Bootes startete und wir die ersten Meter fuhren. Ein angenehmes Kribbeln floss über meinen Körper. Wasser spritzt einen immer wieder ins Gesicht und es ist schwierig Handy und Kamera zu halten. Der Wind peitscht ins Gesicht aber es macht riesig Spaß.

unser Jetboat Im Skipper Canyon kurz vor der Jetboat Tour kristallklares Wasser
Jetboattour Im Skipper Canyon auf Tour Tour durch den Skipper Canyon
kleiner Wasserfall im Skipper Canyon Blick ins Tal Abgrund Skipper Canyon
Der Fahrer fuhr nah an die Klippen und Steine. Eine aufregende und spannende Fahrt. Leider etwas kurz aber trotzdem gut.

Skipper Canyon Ausblick Skipper Canyon Berge mit einspuriger Straße Skipper Canyon Road

Zurück geht es den gleichen Weg, aber es ist trotzdem nicht langweilig. Die Natur sieht mit neuen Lichtverhältnissen unterschiedlich aus und verzaubert immer wieder auf ein Neues. In Queenstown angekommen ging es endlich zu Fergburger. Ich hatte den ganzen Tag schon an diesen Burger gedacht. Ich muss gestehen, dass ich eine Schwäche für gute Burger habe und ich daher mich total darauf gefreut habe den Fergburger zu testen.

Zum ersten Mal einen Fergburger probieren Erster Fergburger in Neuseeland. Cheeseburger mit Pommes

Ich nahm einen „normalen“ Cheeseburger mit Pommes. Wir mussten ungefähr 10 Minuten warten und konnten dann endlich in unsere Burger beißen. LECKER. Das Fleisch war zart und saftig. Der Salat war knackig und frisch und das Brot eine gute Mischung aus kross und weich. Groß genug um auf jeden Fall satt zu werden. Die Pommes sind ebenfalls zu empfehlen. Knusprig und weich von innen. Ich hatte dazu Aioli Soße und war sehr begeistert. Ich kann verstehen warum der Fergburger bekannt ist und wieso er jeden Tag auf ein Neues Unmengen von Kunden vorweist.

Und wisst ihr was ich mir nach so einem Aktiontag gegönnt habe? Einen gemütlichen und kuscheligen Bett-tag. Manchmal ist es einfach zu schwer um aus der warmen Decke zu krabbeln und nach draußen zu gehen. Außerdem war es außerhalb meines Zimmers kalt, nass und grau. Was gibt es da besseres als im warmen und weichem Bett zu bleiben und leckere selbstgemachte Frühstückswaffeln mit Nutella und Zimt und Zucker zu essen?

Waffeln mit Zimt und Zucker und ein heißer Fürchtete

Als ich endlich einen Off-Tag mit Karina hatte konnten wir zusammen zur Vogelstation in Queenstown gehen. Groß ist sie nicht und besonders gerne sehe ich die Vögel in kleinen Käfigen auch nicht. Die dort stationierten Vögel sind allerdings alle nur deswegen dort, weil sie einen Unfall hatten oder aus anderen Gründen nicht mehr ausgewildert werden können. Das Gute war, wir konnten endlich mal einen echten kleinen Kiwi und 2 ausgewachsene sehen. Ein merkwürdiges Gefühl, wenn man in einen Raum kommt der stockdunkel ist und nur ein paar rote Lampen an sind. Kiwis sind nachtaktiv und daher gibt es nur diese Möglichkeit um sie zu sehen.

Queenstown Hafen Queenstown Queenstown Stadt. Ein kleiner aber schöner Ort

Danach ging es in die kleine Stadt. Ein bisschen in den Läden stöbern und den freien Tag genießen. Die Sonne brachte Wärme und gute Laune. Wüsste man es nicht besser hätte ich glatt behauptet es wäre Sommer. Außerdem wollte Karina endlich einmal Cookie Time testen. Ihr Getränk war eigentlich lecker aber sehr süß. Viel Eis, Karamell, Schokolade und viele Kalorien.

Cookie Time Innenaufnahme vom Store Cookie Time Verpackungen der Cookies Cookie Time Gläser

Übrigens gab es danach mal wieder einen Bett-Tag. Langweilig für euch – entspannt für mich.

Die letzten Tage bevor ich endlich auf „große“ Rundreise ging verbrachte ich mit Karina. Karina, Kelsey, Lisa und ich sind alle am Sonntag abgereist. Perfekt, denn so gab es noch einmal leckeres selbstgebackenes Brot von Kelsey und wir konnten abends noch zusammen die Tage ausklingen lassen. Am Tag gab es noch die besten Aktivitäten für mich und Karina zu erledigen. Ein langer ruhiger Spaziergang am Lake Wakatipu von Frankton in die Stadt Queenstown. Es wirkt beruhigend, wenn man morgens gemütlich am plätschernem Wasser entlang schlendert. Wir hatten keinen Zeitdruck und genossen einfach die morgendlichen Stunden. Die Sonne stieg am Himmel hoch und wärmte die Erde und unsere Haut.


Queenstown Lake Vogel in Queenstown am Wasser Ufer am Wasser

Wir gingen zusammen in den Louis Vuitton Store um uns die neue Kollektion anzusehen. Ich habe mich wie erwartend in ein paar Taschen verliebt. Eine ganz besonders. Leider sollte das gute Stück ein paar Tausender zu viel kosten. Sehr schade, denn die Tasche würde wirklich gut zu mir passen. Wir hatten quasi eine direkte Seelenverwandtschaft. Wer mir also die Chance ermöglichen möchte, dass mein Seelenverwandte und ich zusammen kommen – schreibt mir. 

Louis Vuitton Shop in Queenstown Louis Vuitton Außenaufnahme vom Shop Louis Vuitton Tasche

Außerdem habe ich eine extrem schöne Sonnenbrille von Versage gesehen. Sie war ebenfalls Liebe auf den ersten Blick. Seht selbst!

Versage Sonnenbrille

Wir gönnten uns zum letzten Mal ein perfektes Eis bei Patagonia. Dunkle Schokolade mit Macardamia Nüssen und Tramontana. Eine Art Vanilleeis mit Karamell, glaube ich zumindest. Karamell war vorhanden. Ich muss nur bei dem restlichen Inhalt raten. Wir probierten die Sorten vorher und waren direkt Feuer und Flamme. Ich liebe es, wenn das Eis auf der Zunge schmilzt und der Geschmack so vollmundig ist. Selbst wenn das Eis bereits die Speiseröhre versüßt hat schmeckt man noch den leckeren Geschmack. Ich werde das Eis vermissen.

Leckeres Eis zum letzten Mal in Queenstown Fergburger mal wieder

Am Nachmittag durften wir die Jetboad-Tour von Kjet mitmachen. Karina hatte bereits vorher das Vergnügen, aber bot sich gerne für eine weitere Tour an. Trotz der wärmenden Sonnenstrahlen, war es auf dem Wasser sehr frisch und kalt. Sobald die Haut vom Wasser benetzt war, wurde es ein wenig unangenehm mit dem Wind. Genießen konnten wir es trotzdem.
Die Tour geht 43 km lang. Man hat einen tollen Blick auf Queenstown, Frankton, Frankton Airport und in den Skipper Canyon hinein. Die Zeit vergeht wie im Flug und man ist schon wieder zurück. Ein toller Ausflug für einen der letzten Tage. Aber nach so viel Aktion braucht man etwas vernünftiges zu Essen. Wo kann man am Besten also hin? Zu Fergburger! Natürlich.

Kjet Jetboat Tour im Lake Wakatipu Während der Fahr mit dem Jetboat

Ich kann euch also auch die Burger mit Hähnchenfleisch empfehlen. Meiner hatte eine angenehme Schärfe die wiederum durch die andere Soße gemildert wurde. Durch den Salat war er wiedermal frisch und knackig. Das Fleisch war kein gepresster Paddy sondern richtiges gutes Hähnchenbrustfilet. Genau richtig gebraten und perfekt mariniert.

 Bergpanorama Karina im Gletscher
Blick über die Berge Frankton von oben Berge um Queenstown

 

Der allerbeste Tag bleibt der letzte Tag vor unserer Abreise. Wir versuchten schon Tage vorher einen Helicopterflug zu bekommen, aber für uns war es nicht machbar. Wir beschlossen unserem Glück auf die Sprünge zu helfen und einfach vor Ort noch einmal zu fragen. Siehe da – es hat geklappt. Mein allererster Flug mit einem Helikopter sollte also endlich war werden. Karina und ich waren bis zur letzten Sekunde nervös, denn wir hatten befürchtet sie sagen uns ab. Der Moment wenn man endlich im Helikopter sitzt und sich die Kopfhörer aufsetzt ist so aufregend und spannend. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es sein wird. Ich mag starten beim Flugzeug aber mit einem Helikopter ist es so viel besser. Es ist so sanft und leicht. Man bekommt es kaum mit. Es ist beeindruckend wie tief man fliegt und wie nah man der Erde ist. Man fliegt über diese unglaublich hohen Berge und fühlt sich ihnen so nah. Die rauen Gipfel sind imposant und beeindruckend. Die Weite über Ihnen unbeschreiblich. Das Netzwerk der Berge ist eine faszinierende Karte. Man denkt so oft sie wären alle für sich, dabei sind sie miteinander verbunden und bilden eins. Wir konnten unseren Arbeitsplatz von oben sehen und endlich habe ich mal erfahren wie es im Tal weiter geht. Von oben wirkt alles so klein. Eine Miniatuwelt.

Wir landeten in einem kleinen Gletscher, wo wir für einige Minuten Zeit hatten alles zu erkunden. Wir konnten viele Fotos machen und den Moment genießen. Karina und ich konnten kaum fassen, dass uns diese Chance ermöglicht wurde. Sehr dankbar und glücklich, genossen wir die kalte Luft hoch oben auf dem Berg.

Beim fliegen habe ich ein kleines Problem beim Landen entwickelt. Ich bin angespannt und werde unruhig beim landen. Nicht aber mit einem Helikopter. Die Landung war fast so sanft wie der Start. Ich war traurig, als es schon zu Ende war. Im Helikopter hätte ich gerne noch mehr erlebt. Ich bin mit sicher, dass zum Beispiel der Milford Sound oder der Mount Cook im Helikopter eine fantastische Erfahrung sein muss. Vielleicht darf ich dieses Erlebnis einmal erfahren.

 

Aber der Tag sollte damit nicht zu Ende sein. Kelsey und Lisa erzählten uns von den Südpolarlichtern. Wir hatten die erste Chance schon verpasst und wollten daher nun diese Nacht nutzen sie endlich zu sehen. Leider ist Frankton nicht komplett dunkel, aber wir versuchten trotzdem unser Glück. Wir liefen den Hügel hoch und suchten den Sternenhimmel nach Südpolarlichtern ab. Wer hätte gedacht, dass der graue Schleier über den Bergen die Lichter sind? Ich habe aus reinem Glück genau in die richtige Richtung fotografiert und überrascht das Bild angesehen was entstand. Es war nicht wie erwartend dunkel und mit vereinzelt Sternen – es war grün und pink. Endlich gefunden und sie sind wunderschön. Mit dem bloßen Auge kann man nur einen Schleier erkennen der im Himmel wandert. Mit meiner Kamera kamen die wunderschönsten klarsten Farben hervor. Ein perfekter Moment und ein toller Letzter Tag mit allen zusammen.

Unsere Füße und Hosen waren nass und es war am Ende wirklich kalt, aber für so einen einzigartigen Moment bleibt man gerne draußen.

 

2 Comments

  1. Anonymous Anonymous

    Wieder ein spannender und toller Bericht. Auch die Fotos sind super. Man möchte am liebsten das Land selber kennen lernen. Mach weiter so 😍😚🖒

  2. Julia Julia

    Toller Bericht über die Zeit in Queenstown 🙂

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