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Queenstown – zweiter Stop meiner Reise

Queenstown – der Beginn meiner Wwoofing Erfahrungen

Wenn der erste Gedanke morgens dem Gepäck gilt, dann ist das Gepäck eindeutig zu schwer. Insgesamt ca. 20 Kilogramm einen Berg hoch zu schleppen zur nächsten Bushalte schien mir nicht sehr motivierend. Mein Abreisetag zog sich am Vormittag nur so dahin. Mein Flug nach Queenstown sollte erst gegen 3 am Nachmittag starten. Was macht man denn da morgens noch? Ausschlafen war irgendwie nicht drin. Ich war Li sehr dankbar, dass ich bis zur Abreise im Haus bleiben konnte.

Der Moment mein Gepäck zu schultern kam leider zu fix. Also Schuhe an und den ersten Rucksack auf den Rücken schnallen, den kleinen vor die Brust und auf geht es. In dem Moment wurde mir bewusst, dass Backpacking im eigentlichen Sinne wohl nicht meins ist. Nur aus einem Rucksack leben und diesen jeden Tag durch die Weltgeschichte schleppen?  Nein, danke.

Ich bin wirklich froh, dass ich durch wwoofen eine Möglichkeit gefunden habe an einem Ort zu leben. Nicht immer so lange wie in Queenstown, aber für mehr als ein paar Tage.

Mein Rucksack vor der Brust erschwerte mir das atmen. Es gab nur keine Möglichkeit ihn anders zu tragen. Ich war heilfroh nur 10 Minuten zur Bushalte zu wandern. Länger wäre nicht auszuhalten. Zu beklemmend ist das Gefühl nicht frei atmen zu können und eingeschränkt in seinen Bewegungen zu sein. Die Busfahrer in Christchurch waren alle sehr nett. Ich konnte sie immer fragen wo ich umsteigen musste und ein bisschen Smalltalk war auch noch machbar. Die Freundlichkeit der Neuseeländer macht das reisen hier sehr angenehm. Bisher fühlte ich mich nirgends unwohl oder nicht willkommen.

Im Flughafen angekommen lief alles sehr einfach, denn dieser ist nur sehr klein und sehr übersichtlich. Ein paar Cafés, saubere Toiletten und genug Sitzmöglichkeiten. Keine unnötigen Sicherheitskontrollen und ein schnelles Self-Check-in.

Flugticket Air New Zealand Blätterteigtasche am Flughafen

Ich gönnte mir am Flughafen eine leckere Blätterteigtasche. Gefüllt mir Spinat, Käse und Pilzen. Wirklich sehr gelungen.

Boarding war so super einfach. Ich hatte noch nie einen entspannteren Aufenthalt am Flughafen. Einfach Ticket einscannen und zum Flugzeug laufen. Der erste Anblick der Maschine lies mich ein wenig nervös werden. Eine kleine Air New Zealand Propeller Maschine wartete auf mich. Je älter ich werde, umso mehr habe ich das Gefühl Ängste zu entwickeln. Manchmal sind es keine ausgeprägten Ängste, aber Gedanken die mich nervös werden lassen. Bei dem Anblick des Flugzeugs blieben die gemeinen Gedanken leider nicht aus.

 Flugzeug Air New Zealand Regentropfen am Fenster, Flughafen Christchurch

Total unbegründet. Der Flug war sehr gut. Das Personal wirklich freundlich und wir bekamen sowohl kalte als auch warme Getränke und Cookies. (Hätte ich man mehr von den Keksen gegessen – die waren echt lecker)
Wieder einmal fesselte mich der Ausblick aus dem Flugzeug. Zu allererst war ich etwas enttäuscht, denn Christchurch versteckte sich unter einer zähen grauen Wolkendecke. Es ließ im Endeffekt aber nicht lange auf sich warten bis ich die faszinierende Natur von Neuseeland erblicken konnte. Riesige Berglandschaften, kleine verwinkelte Flüsse und vereinzelte bewohnte Flächen. Schneebedeckte Gipfel zwischen den Wolken. Ein Inlandsflug ermöglicht traumhafte Aussichten.

Flug über die Berge von Neuseeland  Flug über die Berge in Neuseeland

Je näher wir Queenstown kamen umso beeindruckender wurde die Landschaft. Vorfreude machte sich in mir breit und das Gefühl von vollkommender Zufriedenheit. Dies war die Natur, die ich sehen wollte. Christchurch kommt gegen die Schönheit dieser Ecke einfach nicht an.

Gebirge in Neuseeland Blick aus dem Flugzeug Gebirge

Die letzten 20-30 Minuten (Zeitgefühl im Flugzeug ist nicht vorhanden) flogen wir so tief, dass man manchmal das Gefühl hatte, man würde einen der Gipfel berühren. Wir überflogen Seen und Wälder. Ich war sehr dankbar, dass das Wetter in Queenstown so perfekt war. Strahlend blauer Himmel, klare Sicht und eine wohltuende Wärme.

 wolken und berge

Die Landung war top. Jetzt fehlte nur noch der Moment der Wahrheit – war dieses mal mein Koffer mitgeflogen? YES! Alles kam an und ich musste nicht lange warten. Leider wurde ich nicht abgeholt und musste mit dem Bus zur Unterkunft fahren. Im Endeffekt hatte ich erfahren, dass man mich doch hätte abholen können. Ärgerlich, denn von der Bushalte zur Unterkunft führt nur eine sehr steile Straße.

Landung in Queenstown

Pencarrow sollten nun meine Heimat für die nächsten Wochen sein. Ein Bed&Breakfast in Frankton. Keine 5 Kilometer von Queenstown entfernt.

Etwas verloren lief ich ins Haus und begegnete sogleich meinen neuen Mitbewohnerinnen und Arbeitskollegen. Wwooferinnen aus der ganzen Welt. Ich war heilfroh, dass sie mich alle super lieb empfingen und ich mir mein Bett frei aussuchen konnte. Ich entschied mich dazu, bei Karina ins Zimmer zu ziehen. Unordnung ist bei der Menge an verschiedener Charaktere wohl normal. Zudem wird das Gebäude sowohl als Bed&Breakfast als auch für uns genutzt.

Zimmer in der Unterkunft Pencarrow

Der Ausblick aus der Küche und dem Wohnbereich ist wahnsinnig schön. Riesige Fenster und ein Blick ins Tal. Leider haben wir den Ausblick nicht aus unserem Zimmer. Dafür haben wir aber ein Bad für uns alleine.

Die Mädels hatten mich beim Essen bereits mit eingeplant. Gott sei Dank. Jeden Abend kocht die Person, die von uns frei hat und nicht arbeiten muss. Eingekauft wird zusammen und gegessen wird zusammen. Ungewohnte Situation, wenn plötzlich alle nur englisch sprechen und man sich erst einmal zurecht finden muss. Genau so wollte ich es aber haben. Wie soll man sonst eine Sprache lernen, wenn man sich nur mit deutschsprachigen Menschen umgibt? Klar ist es ungewohnt, wenn man nicht frei sprechen kann sondern sich Gedanken machen muss über die Wörter und manchmal das englische Wort fehlt. Die ganze Anstrengung des Tages und die vielen neuen Eindrücke ermöglichten einen tiefen festen Schlaf. Sehr zu meiner Erleichterung, denn ich brauchte den Schlaf für meinen kommenden ersten Arbeitstag.

Wie mir meine Arbeit gefällt und was genau ich mache – Ihr erfahrt es im nächsten Beitrag!

5 Comments

  1. Kati Kati

    Freut mich das es dir gut geht 😊
    Klingt auf jeden Fall spannend 👍
    Viel Spaß und ich freu mich auf deinen nächsten Beitrag 😊😘

  2. Siggs Siggs

    Hey Maus!
    Ein toller Bericht. Schaue jeden Tag und freue mich auf neue Fotos und Berichte. Es ist schön das du so viel erlebst und genießt.

  3. Judi Judi

    Hört sich alles schon super an 😉 und die Landschaft aus dem Fenster sieht ja super toll aus 😄 ich hoffe du erlebst noch ganz viel und kannst uns davon berichten ;D

  4. Julia Julia

    Schöner Beitrag! Bin schon gespannt, was du im nächsten zu berichten hast 🙂

    • hebi hebi

      Super ..bitte weiter so…..warte auf Bilder aus landwirtschaft …..

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