Zurück zum Content

Südirland Rundreise

[wds id=“4″]

Reisedauer:            6 Tage
Rundreise:               Dublin – Cliffs of Moher  – Limerick – Killarney – Ring of Kerry – Cork – Dublin
Flüge:                       Aer Lingus & Ryanair
Buchungsseiten:    Airbnb & Booking.com


6 Tage lang erkundete ich mit einer guten Freundin den Süden Irlands. Die Idee nach Irland zu reisen kam uns bereits 2 Jahre zuvor. Endlich wurde aber aus der Idee ein Plan und eine fest gebuchte Reise. Da ich es liebe in wenigen Tagen so viel wie möglich zu sehen, wurde aus der geplanten Dublinreise eine Südtour durch Irland. Uns blieben zwar nur 6 Tage um Irland die Chance zu geben uns zu verzaubern aber vorweg: Die Insel hat es geschafft uns in ihren Bann zu ziehen.

Die Flüge habe ich dieses Mal nicht in einem gebucht, denn das Angebot von Aer Lingus für den Hinflug war so gut, dass wir beschlossen die Reise von Hamburg zu starten.
Mit der deutschen Bahn ging es früh morgens nach Hamburg. Wir flogen mit einem Direktflug nach Dublin.
In Dublin angekommen war es super einfach in die Stadt zu kommen. Direkt außerhalb des Flughafengebäudes befinden sich die Bushaltestellen. Ihr könnt dort immer einen Mitarbeiter finden der euch gerne weiterhilft und euch den richtigen Bus zeigt.

Für Dublin hatten wir 2 volle Tage geplant. Am dritten sollte es vom Flughafen mit einem Mietwagen zur Südwestküste gehen.
  
Unsere gebuchtes Dublin Airbnb Zimmer war recht einfach zu finden. Vor Anreise wurde mir schon mitgeteilt, wo wir die Wohnung finden würden. Praktisch ist dabei, dass ein Supermarkt direkt beim Haus ist und man sich erst einmal mit Leckereien eindecken kann. Grade für unsere Rundreise eine ideale Gelegenheit. Den Vermieter konnten wir telefonisch direkt erreichen und er war, wie versprochen, keine 30 Minuten später vor Ort. Das Haus lag im Hinterhof in einer gepflegten Anlage, sodass wir keinen Stadtlärm ertragen mussten. Das Zimmer war gemütlich, klein aber vollkommen ausreichend. Wasserkocher und Tee’s standen uns zur Verfügung. Die Küche leider nicht. Ein Gemeinschaftsbad war direkt nebenan.   
Das Essen ist leider in Dublin recht teuer daher müsst ihr entweder ein bisschen mehr Budget einplanen oder ihr kocht selber. Ich bevorzuge eigentlich selber zu kochen. In Dublin gönnten wir uns aber einen Besuch im Hard Rock Café. Das Essen dort hat mich leider enttäuscht. In Madrid war es sehr gut – Dublin nicht. Ich war froh, dass wir am zweiten Tag ein schöneres kleineres Restaurant in einer Seitenstraße gefunden haben.  

Wenn ihr Dublin besucht, solltet ihr unbedingt zur Bibliothek des Trinity College. Das Trinity College ist die älteste Universität Irlands und besitzt die größte Bibliothek im Land. Der sogenannte „Long Room“ der alten Bibliothek war unglaublich faszinierend. Ein Traum für jeden Buchliebhaber. Mir ging auf jeden Fall das Herz auf. All diese uralten wunderschönen Bücher zu sehen lohnt sich definitiv. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr den Restauratoren bei ihrer Arbeit an den alten Büchern über die Schulter schauen.
  
Ebenfalls sehenswert sind die St. Patrick’s Cathedral und die Christ Church Cathedral.
 
Eine Stadtrundfahrt ist meiner Meinung nach kein Muss. Ihr könnt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten per Fuß erreichen. Vor allem entdeckt man so viele Ecken, die ihr aus einem Bus nicht sehen könnt. Ihr erlebt die Stadt hautnah und fühlt euch nicht wie ein Fremdkörper in einem Touribus. Ich bin lieber mittendrin.

 
Am dritten Tag fuhren wir mit dem Bus zurück zum Flughafen um unseren Mietwagen abzuholen. Wer noch nie einen Rechtslenker gefahren ist, sollte sich unbedingt konzentrieren beim Schalten. (Es tut verdammt weh wenn man mit seiner Hand gegen das Seitenfenster knallt)

Ein Tipp für alle Sparfüchse unter euch. Solltet ihr eine ähnliche Reise wie diese planen oder diese Route fahren wollen), holt euch erst nach Dublin einen Mietwagen. Ihr braucht in Dublin kein Auto und spart somit viel Geld. Vergesst bitte nicht, dass ihr in Irland für Autobahnen und größere Straßen Maut bezahlen müsst und dafür Kleingeld braucht.

Unser Weg führte uns einmal durch das Land zur Südwestküste zu den Cliffs of Moher.

Trotz Navigation verfuhren wir uns auf dem Weg zu den Klippen, aber etwas besseres hätte uns kaum passieren können. Sonnenstrahlen begleiteten uns an der Küste während die einsamen Straßen uns Gelegenheit boten so oft stehen zu bleiben wie wir wollten. Die Landschaft auf unserem Weg war wunderschön. Einsame Natur und ein kleines Dörfchen verschlafen an einem Steinstrand.
 
Es war fast unmöglich einfach weiterzufahren. In Irland kommt man nicht von A nach B ohne öfter Halt zu machen und die Ruhe und Natur zu genießen. Allen Alltagsstress zu vergessen und sich vollkommen zu entspannen.
Wir fuhren die Cliffs of Moher von Süden an, sodass wir fast am Ende der Klippen ankamen. Wie der Ort dort heißt weiss ich leider nicht, denn außer eine handvoll Menschen, begegnete uns keine Seele.
Ein kleiner privater Parkplatz war schnell gefunden. Ein sehr netter Irländer erklärte uns den 15 Minütigen Fußweg zu den Klippen. Es hat sich absolut gelohnt.

WOW.

Bevor man sie sieht – hört man sie bereits. Die Cliffs of Moher sind unglaublich. Als Küstenmädchen ist die Sehnsucht zur Küste und Meer einfach im Blut. Umso weniger erstaunt es mich, wie sehr mich die Klippen beeindruckt haben. Ich hätte dort Stunden verbringen können. Plant viel Zeit ein und gutes Schuhwerk um an der Küste entlang zu laufen. Das Meer zu riechen, zu schmecken und auf der Haut zu fühlen ist ein Moment des Glücks. Während ich diesen Beitrag verfasse bekomme ich bei den Erinnerungen noch Gänsehaut.
Noch ein kleiner Tipp: Nehmt euch ein kleines Picknick mit. (Aber bitte nehmt euren Müll wieder mit nach Hause – Absolutes no-go seinen Müll in die Natur zu schmeißen.)

Ihr könnt euch viel mehr auf die Natur einlassen, wenn ihr euch einen Moment der Ruhe gönnt. Sucht euch einen schönen Platz mit Blick auf die Klippen und denkt einfach mal an gar nichts. Hört den Wellen zu, spürt das Meer und die Sonne auf eurer Haut und schließt die Augen um die Erinnerung für immer im Herzen zu tragen. Diese Momente im Leben kann euch niemand nehmen.

Leider konnten wir uns nicht ewig dort aufhalten. Unsere Tour ging noch bis nach Limerick. Wir hatten leider keine Zeit um uns Limerick anzusehen. Ich glaube aber, dass sich ein Tag dort lohnen könnte. Der erste Eindruck war an sich sehr gut. Unser Hotel war das The Pier Limerick. Wir haben im Hotel gegessen um nicht noch vor Ort ein Restaurant suchen zu müssen. Es hat sich gelohnt.
  
Am nächsten Tag stand eine lange Tour an. Der Ring of Kerry war geplant. Plant gerne mehr als nur einen Tag für die Tour ein, wenn ihr wirklich alles sehen und genießen wollt. Wir konnten einen tollen ersten Eindruck gewinnen, aber es bliebt nur Zeit für kurze Stopps. Unsere letzte Unterkunft war nämlich erst in Cork und dort mussten wir abends noch ankommen. Ohne Zeitdruck kann man eindeutig besser abschalten.

Bevor es aber zum Ring of Kerry ging, besuchten wir noch den National Park von Killarney. Im Park findet ihr wunderschöne naturbelassende Seen. Bei gutem Wetter gönnt euch eine gemütliche Kutschfahrt zum Muckross House und zum Torc Wasserfall. Ihr könnt allerdings nicht ganz bis zum Wasserfall heranfahren. Einen wirklich sehr kurzen Weg müsst ihr durch einen mystischen Wald laufen.
  

Schmale enge Wege und Straßen, wo wir zweimal überlegen mussten, ob es wirklich der richtige Weg war, begleiteten uns diesen Tag. Man kann die Straßen eindeutig nicht mit den Straßen in Deutschland vergleichen. Autos begegneten uns auch eher selten. Manchmal denkt man wirklich man hat sich wieder verfahren, weil nichts los ist. Die Zeit in Irland scheint oft anders zu vergehen. Wenn man so durch die Natur fährt und einem niemand begegnet, kommt es einen vor als ob die Zeit still steht und man sich nur bewegt.

  

 

Wir kamen spät in Cork an. Unser Zimmer buchten wir wieder über Airbnb. Wir kamen bei einer sehr netten urigen Irin unter. Die Haushälfte war sehr schön, aber altmodisch eingerichtet. Wir durften uns ganz frei im Haus bewegen und bekamen sogar unseren eigenen Haustürschlüssel. Zu Fuß konnten wir im nahegelegenen Supermarkt Abendbrot und Proviant für die letzten Tage einkaufen.

Cork selber hat mir persönlich weniger gefallen. Das Stadtzentrum war nicht sehr groß. Wirkliche Sehenswürdigkeiten fanden wir nicht. Zu allem übel haben wir uns auch noch auf dem Heimweg verlaufen und mussten schließlich mehrmals die Bewohner nach dem Weg fragen. Fahrt lieber direkt mit dem Bus oder sucht euch ein Hotel direkt in der Stadt.
Da wir Cork schnell zu Fuß ausgekundschaftet hatten, waren wir Recht früh wieder in unserer Unterkunft. Zeit alles Revue passieren zu lassen und die Koffer zu packen. Am letzten Tag ging es nur noch von Cork nach Dublin zum Flughafen. Mietwagen abgeben, mit Ryanair zurück nach Deutschland/Bremen und mit dem Auto nach Hause fahren.

Wenn ich eine Reise beende, fahr ich immer mit einem lachenden und weinenden Auge nach Hause. Ein lachendes, weil man so viele tolle neue Erinnerungen für sich gesammelt hat und ein weinendes, weil es schon vorbei ist.

Ich glaube Reiseziele sind wirklich Wunderländer. Die Zeit vergeht wie im Flug, aber im Alltag läuft sie wieder, wie gewohnt, in Zeitlupe.

 

 

Gib als erster einen Kommentar ab

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*