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Von Christchurch über Dunedin nach Brighton

Route: Christchurch über Dunedin nach Brighton
Km: ca. 375 km
Campingplatz: kostenloser Campingplatz – Ocean View Recreational Reserve Brighton

Die Fahrt nach Dunedin verlief relativ ereignislos. Leider war der meiste Weg von träger Langeweile begleitet. Die Landschaft bot wenig Variation und Landwirtschaftliche Geräte faszinieren mich nicht wirklich. Erst die Moeraki Boulders luden mich zum Halten ein. Ein Glück, denn es war an der Zeit eine Pause einzulegen. Die Strecke von Christchurch bis zu den Moeraki Boulders ist lang und durch die eintönige Landschaft anstrengend.

Dünen - der Weg zu den moeraki boulders Strand Südöstlich Südinsel Neuseeland

Ehrlich gesagt waren sie mir vor meinem Halt nicht bekannt. Ich fuhr unbeabsichtigt und glücklicherweise nicht den Hauptparkplatz an, sondern die Straße geradeaus. Somit kommt man zu einem kostenlosen Parkplatz. Dafür muss man ein paar Meter am Strand spazieren.

Aber mal ehrlich damit hat man doch eigentlich kein Problem, oder? Durch kleine Dünen gelangt man zum Strand und kann die ersten Meter noch Touristenfrei genießen. Direkt bei den Steinkugeln lässt sich nicht vermeiden, dass sich die Touristen um die besten Fotos duellieren. Amüsiert beobachte ich die Asiaten bei ihren versuchten Modefotografien. Sie wollen immer schick aussehen und ins beste Licht gerückt werden.
Mich sprach eine junge Frau an ob ich von ihr ein paar Fotos machen kann. Wir verfielen in ein gutes Gespräch über Reisen als Frau alleine und wie es in Neuseeland ist. Es ist schön ein kurzes aber interessantes Gespräch zu führen, wenn man solange alleine auf Tour ist.

moeraki boulders am Strand in Neuseeland moeraki boulders

Ob ihr es glaubt oder nicht – man vermisst Gespräche. Simple einfach Gespräche. Ich freue mich auf die Stunden Zuhause mit meiner Familie und Freunden. Erinnerungen durchschauen, Geschichten erzählen, guten heißen Ostfriesentee trinken und die Heimat genießen.

Nun aber zurück zu meinem Ausflug am anderen Ende der Welt. Von den Moeraki Boulders geht es zurück zur Hauptstraße und von dieser aus direkt die nächste Straße wieder links ab. Dieser Erkenntnis habe ich aber erst erhalten, nachdem ich schon ein ganzes Stück weite gefahren bin und von dem nächste Picknickplatz einen Leuchtturm auf einem Kap sehen konnte.

Ich fuhr zurück und fand schnell den neuen Weg. Durch einen kleinen Ort müsst ihr auf eine Schotterstraße. Am Ende von dieser findet ihr den Katiki Point Leuchtturm. Ihr habt von dort nicht nur eine tolle Sicht auf die Küste, ihr könnt auch mit etwas Glück Seehunde und Pinguine sehen. Natürlich wollte mir mein Glück dort nicht helfen – ich habe keine Pinguine gesehen.

Katiki Point Lighthouse Klippen und Meer Küste beim Katiki Point Lighthouse

Blauer Himmel überzogen mit luftigen weißen Wolken, Türkises strahlendes Wasser, Klippen auf denen sich Seehunde sonnen, Jungtiere die nach ihrer Mama rufen oder im Wasser spielen. Ich hätte nicht erwartet, dass man so nah an die Tiere heran kommt. Sie liegen kreuz und quer auf der Grasebene über die man spazieren darf. Die Aussicht auf die Küste solltet ihr dabei nicht vergessen – raue Felsen, goldgelber Sandstrand und die Gebirge im Hintergrund. Leider kommt die Ansicht auf den Fotografien nicht der Realität gleich.

Blick auf die Küste der Südinsel Neuseeland Seehund in Neuseeland

Auf meinem Rückweg hoppelten immer wieder kleine Kaninchen an mir vorbei. Super niedlich, aber sie ließen mich meinen kleinen Hasen zuhause vermissen.

Dunedin Gebäude in der Stadt

Mein nächster Stop hieß dann Dunedin. Ich hatte gehofft dort mehr Zeit verbringen zu können, aber meine Zeit lief schneller ab als ich gucken konnte. Ich wollte vor Anbruch der Dunkelkeit beim Campingplatz ankommen. Da es schon um kurz nach fünf dunkel wird musste ich also meinen kleinen Stadtbummel recht zügig abwickeln.

Die Straßen, durch die ich lief, waren umgeben von stylischen Restaurants und Cafés. Vereinzelt gab es Geschäfte mit Kleinkram oder Kleidung. Die Menschen ließen sich grade nieder für ein frühes Abendessen oder einen Kaffee. Ich sah in lachende Gesichter, hörte hitzige Gespräche und war kurz in Versuchung mich einfach dazuzusetzen und das Leben zu genießen.

Ich lief bis zu einer Art Marktplatz, sah mich kurz in der Information um und ging dann zurück zum Auto. Ein guter aber kurzer Eindruck.

Strand in Brighton Neuseeland

Das Rauschen der Wellen. So oft von mir schon erwähnt und immer wieder meine Inspiration und mein Ruhepol. Ich hätte nie gedacht, dass man tatsächlich Dinge aus seiner Heimat auf Reisen favorisiert. Küste. Die meisten Wunderländer der Erde, die ich liebe, sind an der Küste. Ich könnte euch in jedem Bericht wieder vorschwärmen wie sehr mich das Meer und die Küsten faszinieren.

Mir wird langsam kalt und meine Beine schlafen unter meinem Laptop ein. Trotzdem kann ich mich nicht dazu bewegen ins Auto zu gehen. Ich bin in Brighton, etwas außerhalb von Dunedin. Ich habe heute mein Ziel pünktlich und sicher erreicht. Der Strand direkt neben meinem Campingplatz ist wunderschön. Der Campingplatz kostenlos. Perfekt! Eigentlich….

Meine Beine am Strand von Neuseeland in Brighton Arbeiten am Strand in Neuseeland

Ich habe extra beim Schild geparkt, damit neben mir ein freier Platz bleibt. Leider sehen einige Camper es nicht ein Abstand zu halten oder Schilder zu beachten. Das erste Wohnmobil hatte zumindest noch den Anstand genügend Abstand zu meinem Auto zu halten. Hielt aber eigentlich außerhalb des Campingbereiches. Nach meiner erholsamen Zeit am Strand lief ich durch die Dünen zurück zum Auto.

Ich frage mich immer noch wie man so unfassbar dreist sein kann. Zwei Möchtegern-Schönheiten aus Frankreich hatten sich zwischen meinem Auto und dem Wohnmobil gequetscht. Zu meinem Auto waren es noch ganze 5 cm. Vielen Dank. Selbst als die Beiden sahen, dass ich zum Auto zurück kam war keine bereit zu fragen ob es so okay wäre. NEIN! Es ist absolut nicht in Ordnung. Man sollte immer einen gewissen Abstand halten, damit Beide ihre Türen öffnen können und ohne Probleme aus der Parklücke ausparken können.

Ich muss leider sagen, dass zwar die Lage super ist, aber der Platz viel zu voll wird. Ein voller Platz alleine wäre nicht das Problem, allerdings verhalten sich einige Camper rücksichtslos und frech. Schade.

 

1 kommentar

  1. Anonymous Anonymous

    Hallo liebe Larissa! Tolle Reiseberichte und Fotos….macht mich neugierig…wie es weitergeht! LG aus „Timmel“

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