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Von der Westküste bis nach Nelson

Route: Lake Mahinapua – Hokitika – Greymouth – Punakaiki (Pancake Rocks) – Nelson – Brown River Reserve
Km: 405 Kilometer.
Campingplatz: Brown River Reserve Campsite Kosten: kostenloser Campingplatz 

Ein Rascheln neben dem Auto brachte mich aus meinem erholsamen Schlaf. Ich wundere mich das auch diese Nacht keine Probleme gebracht hat. Keine Rückenschmerzen, keinen Krampf im Bein – nur Ruhe und genug Schlaf. Ich nahm mein Handy in die Hand und stellte fest, dass ich noch locker 2 Stunden schlafen konnte. Bevor der Himmel nicht heller wird möchte ich nicht los.

Außerdem bietet Lake Mahinapua ein so wunderschönes Bild, dass ich die morgendliche Röte im Himmel gerne hier fotografieren möchte. Ich kuschelte mich noch einmal in den Schlafsack und schaffte es pünktlich wieder wach zu werden.

Und ja – es hat sich gelohnt. Ich fuhr mit dem Auto bis an den kleinen Strand. Der Sand knirschte unter meinen Schuhen und das feuchte Gras glitzerte ein wenig in den leichtem Licht des neuen Tages. Der Himmel fing an sich in wunderschönen Farben zu präsentieren. Ein warmes Orange am Horizont das in ein sanftes Blau überläuft. Ein Bergpanorama als Silhouette im Hintergrund und der stille See direkt vor mir.

Lake Mahinapua bei Sonnenaufgang

Ich mag es leider nicht so gerne in Seen zu schwimmen ansonsten wäre es die perfekte Sekunde dafür gewesen. Das Wasser hatte eine angenehme Temperatur. Kalt aber auf eine angenehme erfrischende Art. Die Luft war ganz still und nur das Rauschen vom Meer war weiterhin zu hören.

Mein nächstes Ziel. Keine 10 Minuten (+10 zurück) von meinem Campingplatz entfernt war ein kleiner 10 Minütigen Weg zum Strand. Der Mananui Bush Walk. Ich wollte endlich den Grund für die das stürmische Rauschen sehen. Der Weg durch den kleinen Wald war im Morgengrauen noch unheimlich, aber dafür war der Strand umso schöner.

Sonnenaufgang am Strand mit Bergpanorama
Keiner war dort, denn dafür war es noch zu früh. Links von mir konnte ich die Berge mit ihren Gletschern sehen. Vor mir das unruhige Meer und unter meinen Füßen der helle Sand mit vielen kleinen Steinen. Man soll hier gut Greenstone finden, aber ich weiß nicht einmal wie er aussieht. Also gebe ich meine Suche nach einer gefühlten Ewigkeit auf.

bunter Himmel am Strand beim Sonnenaufgang Sonnenaufgang am Strand

Je länger ich blieb umso mehr Farben zeigten sich im Himmel. Über den Bergen wurden die Wolken rosa und pink. Hinter mir zurück zum Auto wurde der Himmel eine Mischung aus Orange, Rot und Rosa. Eine wunderschöne Farbe aber kaum zu definieren. Die Wolken wirkten so flauschig.

Ich genoss die „Stille“. Ich hätte dort ewig die Zeit verbringen können, aber vor mir lag ein weiter Weg.

Eigentlich war mein Ziel ein Campingplatz vor Nelson. Doch ich kam so schnell voran an diesem Tag trotz unzähliger Stops, dass ich den Campingplatz Brown River Reserve angefahren bin.

Mein Weg führte mich über Hokitika, Greymouth nach Nelson.

hokitika Ortsname aus Holz hokitika Strand

In Hokitika machte ich einen kurzen Halt um mir den Strand anzusehen. Dort ist der Name des Ortes aus Hölzern gebaut. Die Stadt an sich ist sehr klein, aber mir gefiel sie trotzdem. Dummerweise war ich viel zu früh und es stellte sich heraus, dass an diesem Tag nur wenig Geschäfte geöffnet haben sollten. Es war ein Feiertag und ich wusste davon leider nichts.

Klippen an der Westküste Neuseelands Steinstrand mit schwarzem Sand . Meer, Strand, Küste und der Highway 6 der Westküste Südinsel Neuseeland

Der Weg an der Westküste entlang hat mir extrem gut gefallen. Klippen, stürmische See, Wellen die an der Küste brachen und so tolle Aussichtspunkte. Es fiel mir schwer nicht ständig zu halten und den Anblick zu genießen und unzählige Fotos zu schießen.

In Punakaiki sah ich mir die Pancake Rocks an. Ich hatte vorher nicht einmal eine Ahnung, dass sie dort zu finden sind. Ich hielt nur an, weil so viele Busse und Touristen vor Ort waren. Meistens kann dann ein toller Ort nicht weit entfernt sein.

Sie sind beeindruckend.

Hängebrücke und Pfad bei den Pancake Rocks Klippen der Pancake Rocks mächtige Felsen und Klippen. Pancake Rocks

Als ich zwischen all den Touristen stand, konnte ich trotzdem den Moment genießen. Die Küste und die Kraft vom Meer hat mich gefesselt. Steht man oben auf den Rocks kann man die Vibration der Steine fühlen, wenn die Wellen an ihnen brechen. Man riecht das Meer und ab und an bekommt man ein paar Spritzer der Wellen ins Gesicht.

Wellen zerbrechen an den Pancakes Rocks.  Wasser zerbricht an den Pancake Rocks

Es ist aber auch angsteinflössend. Stellt euch nur einmal vor ihr kommt an diesem Ort ins Meer. Ihr werdet es auf gar keinen Fall überleben. Die Stärke der Strömung und die gefährlichen Klippen würden euch in Kurzer Zeit vernichten.

Klippen und das Meer bei den Pancake Rocks meine Füße auf dem Weg der Pancake Rocks Hängebrücke über die Pancake Rocks

Gehweg auf den Pancake Rocks Vogel auf den Pancake Rocks Pancake Rocks

Ich liebe solche Naturgewalten, aber sie sind sehr respekteinflössend. Ich finde es traurig, wenn Menschen den Respekt und die Angst vor der Natur verlieren. Wir sind unterlegen, ob wir es einsehen wollen oder nicht.

GReymouth

Greymouth war weniger interessant. Die Geschäfte waren geschlossen und auch sonst wirkte es eher trist und düster.

Highway 6 Westküste Neuseeland Meine Füße und beine im Neuseeländischen Sand. Fels am Strand der Westküste

Die Küstenstraße ging noch bis Charleston. Gott sei Dank, denn es war der absolut beste Teil des Tages. Die Straße ist anstrengend und fordert komplette Aufmerksamkeit. Ihr müsst euch sicher im Auto fühlen sonst wird es sehr stressig.

Lasst schnellere Autos überholen und fahrt das Tempo, was euch gefällt. Ich bin sehr langsam gewesen. Nicht aus Angst, aber ich wollte sicher von A nach B kommen und die Natur genießen. Es ist schon schwer genug Auto zu fahren und die Umgebung zu sehen, also fahrt langsam und macht viele Pausen.

Ich hatte auf meinem Weg Glück und konnte den ein oder anderen kleinen Strand für mich genießen. Wer noch mehr Glück besitzt als ich, kann ab und an Pinguine sehen.

Pancake Rocks und Westküste Südinsel einsamer Strand. Westküste Neuseeland Westküste Felsen und Meer. Strand

Nachteil an der Küstenregion. Sandflys. Ich wurde das ein oder andere Mal gebissen. Leider bleibt es nicht aus und viele sind deswegen genervt. Warum sich davon nerven lassen und die Natur nicht genießen? Ihr könnt es nicht ändern, also versucht das Beste daraus zu machen.

Der Weg von Charleston nach Nelson war recht unspektakulär. Berglandschaft, kleine Orte mit einer Tankstelle und einem Supermarkt und Länderreien. Vielleicht hat mir der Weg nur nicht so gut gefallen, weil der erste Teil meiner Strecke so besonders war? Es war nicht einfach den Anblick zu toppen.

Ich fuhr gegen spätem Nachmittag in Nelson ein. Es war grade Ebbe. Die Segelboote lagen im Hafen und ein paar Menschen liefen in sommerlicher Kleidung an der Promenade entlang. Die Sonne war schon tief und taufte Nelson in ein warmes Licht. Sich in Nelson zu orientieren ist leicht und genug Parkmöglichkeiten gibt es auch. Durch die Feiertag konnte ich kostenlos parken und hatte Glück das einige Geschäfte geöffnet waren. Entspannt lief ich ruhig aber sehr hungrig durch die Straßen. Ich muss gestehen, dass ich auf meiner Rundreise nicht so viel esse. Ich hatte mir extra Milchpulver und Müsli gekauft, doch ich fand keine Zeit um zu essen.

Das Problem löste ich in Nelson durch Subway. Vor Ort noch gestärkt und den Rest im Auto auf dem Campingplatz vertilgt. Lecker. Nach den Tagen Karotten, Apfel und Müsliriegel war es wirklich super.

Der Brown River Reserve Campingplatz ist sehr klein und unspektakulär. Direkt an der Straße und somit nicht der Leiseste. Dafür am Bach für alle die eine Runde schwimmen möchten. Für eine Nacht vollkommen in Ordnung.

Ich hätte es mehr genossen, wenn ich vorher gewusst hätte was passiert.

2 Comments

  1. Anonymous Anonymous

    Hey Maus, wieder ein toller Bericht und schöne Fotos. Das du soviel erlebst freut uns. Weiterhin alles Glück der Erde für deine Reise.

  2. Anonymous Anonymous

    Hallo Larissa! Oh wie schön…. spektakuläre Fotos😍

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